Ortschaft Sössen

Gemeindezentrum Sössen

Im Zuge der Gemeindegebietsreform Sachsen-Anhalt schloss sich die eigenständige Gemeinde Sössen am 01.01.2011 per Gesetz der neuen Stadt Lützen an. Die Ortschaft Sössen liegt ungefähr im Zentrum der Stadt Lützen und wird geografisch der Leipziger Tieflandsbucht zugeordnet.

Seit 2009 führte die Gemeinde Sössen ein eigenes Wappen auf welchem Eichelzweig, Wasserturm, Taube und Pflug die  tausendjährige Geschichte und die landwirtschaftliche Herkunft der Ortsteile Sössen, Gostau und Stößwitz symbolisieren. Die Farben der ehemaligen Gemeinde sind Silber (Weiß) und Rot. Die Flagge ist dreistreifig Rot-Weiß-Rot mit aufgesetztem Wappen.

Das Dorfbild wird in allen drei Ortsteilen von ehemalig landwirtschaftlich genutzten Drei- und Vierseitenhöfen geprägt, welche fast alle dem Denkmalschutz unterliegen. In den letzten Jahren wurden durch kommunale und private Investitionen umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, die wesentlich zur Verschönerung des Wohnumfeldes und der Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner beigetragen haben. Heute leben in der Ortschaft Sössen ca. 230 Einwohner.

Bei allen drei Ortsteilen handelt es sich um alte, von den Wenden gegründete Dörfer. So kann der Ort Gostau im Jahre 2012 auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken. Der Name Gostau ist slawischen Ursprungs und bedeutet: "Die gastliche Aue".

Von der Gastfreundlichkeit seiner Einwohner kann man sich am Besten bei einem Besuch der "Taubenkirmes" Anfang Mai überzeugen. Dieses traditionelle Fest geht auf den Namenspatron der Kirche zu Pobles "Den heiligen Gangolf" zurück, welcher am 11. Mai geboren wurde. Der Taubenkirmesverein e.V., die Feuerwehr Sössen und der Ortschaftsrat gestalten dieses Fest jedes Jahr zu einem Höhepunkt für die Einwohner und zahlreichen Gäste aller Altersschichten.

Natürlich gibt es auch noch viele andere Gründe, die drei Ortsteile kennen zu lernen. So liegt die Ortschaft Sössen an einem Teilstück des Naturlehrpfades "Rippach-Grunau-Bach-Tal". Diese Tal ist als Naturdenkmal ausgewiesen. Es handelt sich um ein naturnahes Bachtal mit Weiden- und Erlenbestand sowie um einen Quellsumpf mit Feuchtigkeitsgebieten (Segge, Schilf). Es ist Brutplatz geschützter Vogelarten (Teichrohrsänger, Rohrammer, Bachstelze).

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