Ortschaft Poserna

Dorfansich

Geburtsort von Johann Gottfried Seume

Das Geburtshaus des Schriftstellers existiert heute nicht mehr, da es 1813 im Befreiungskrieg gegen Napoleon zerstört wurde, nur eine Tafel zeugt noch davon.

Poserna liegt an der von der Bundesstraße 87 kommenden Kreisstraße 2196 in Richtung Hohenmölsen, unweit von Rippach an dem gleichnamigen Bächlein. Mit der in den letzten Jahren immer um die 400 schwankenden Einwohnerzahl und einer Fläche von 506 ha, zählt Poserna zu den kleineren Ortschaften der Stadt Lützen.  Die ehemalige Gemeinde Poserna hat sich am 1. Januar 2010 der neuen Stadt Lützen angeschlossen.

Der Ort kann über eine 950jährige Geschichte zurückblicken. Ein Dokument aus dem Jahre 1161 bezeugt, dass Graf Heinrich von Schwarzburg Lehnsherr von Posidrin war. Da der Name slawischen Ursprungs ist und bekanntermaßen slawische Stämme diese Gegend bereits früher besiedelten, ist anzunehmen, dass der Ort noch viel früher entstanden ist.

Poserna liegt inmitten des Landschaftsschutzgebietes, eingebettet in das Tal der Rippach und umgeben von ausgedehnten Waldflächen an den Hängen des Tales. Überwiegend jagdwirtschaftlich genutzte Flächen prägen das Bild. Zu Fuß und zum Teil auch mit dem Fahrrad erschließt sich dem Naturliebhaber eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt.
Seltene, fasst einmalige Pflanzen wachsen auf den sogenannten Salzwiesen im Bereich einer Quelle, einem Überbleibsel zur Salzgewinnung, die bis ins 15. Jahrhundert zurückgeht, später immer wieder aufgenommen wurde, aber seit dem 18. Jahrhundert wegen mangelnder Ergiebigkeit endgültig eingestellt worden ist.

Das Ortsbild wird maßgeblich durch den auf einer kleinen Anhöhe liegenden Komplex aus Kirche und altem Schulgebäude geprägt. Der Kirchenbau wurde 1485 begonnen, das Schulgebäude ist ein Geschenk Carl Adolph Riebecks an die Gemeinde Poserna aus dem Jahre 1882, der zu dieser Zeit auch das hiesige Rittergut erwarb.

Unter Denkmalschutz stehende Fachwerkhäuser stehen neben Gebäuden mit Klinkerfassaden, beide zu ehemals landwirtschaftlich genutzten Höfen gehörend. Viele Häuser, aber auch Straßen, Gehwege und Plätze wurden im Rahmen der Dorferneuerung sowie durch private Initiative renoviert und erneuert. Ruhige Nebenstraßen bieten beste Bedingungen zum Wohnen und eine moderne Kindereinrichtung für die Betreuung der Kleinsten.

Der Wanderer, der getreu Seumes Motto: "Es ginge manches besser wenn man mehr ginge." unseren Ort besucht, findet in der Gaststätte "Zum Amboss" natürlich auch Speise und Trank und kann in der örtlichen Pension seine müden Glieder zur Ruhe betten. Selbstverständlich gilt das auch für diejenigen, die den Füßen moderne Reise- und Verkehrsmittel vorziehen. Entsprechende Parkmöglichkeiten sind vorhanden.

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