Das Denkmal des Prinzen Leopold von Hessen-Homburg

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Das Denkmal wurde im Jahre 1815, zwei Jahre nach dem Tode des in der Schlacht von Großgörschen gefallenen Prinzen Leopold von Hessen-Homburg, von dessen Schwester Marianne errichtet. Diese war seit 1804 mit Prinz Wilhelm von Preußen, dem jüngsten Bruder des Königs Friedrich Wilhelm III. von Preußen verheiratet.

Der Prinz Leopold war mit dem preußischen General Ziethen beim ersten Sturm auf Großgörschen in das Dorf eingedrungen, wo das Gewehrfeuer so arg war, dass der General, um den Prinzen der Gefahr zu entziehen, ihn unter dem Vorwande eines Auftrags zu entfernen suchte. Der Prinz erriet die Absicht, ließ sich aber nicht abhalten, mit seinen Reitern in das Dorf zu reiten. Als sie durch eine Gasse sprengten, fiehl aus einem Haus ein Schuss, der den Prinzen schwer verwundete.
Seine letzten Worte an den General Ziethen waren: "Lassen Sie mich nur nicht unter den Franzosen". Ein Husar nahm ihn auf das Pferd, ein anderer hielt ihm die Füße; so brachte man vor das Dorf. Er wurde neben dem kleinen Hügel begraben, von dem die beiden Monarchen das Gefecht übersehen hatten.

Dort, wo er tödlich getroffen vom Pferde sank, wurde ein in  Eisen gegossenes Denkmal aufgestellt mit der Inschrift:

"Hier starb den Tod der Ehre für Gott und Vaterland in der Schlacht den 2. Mai 1813, Leopold Victor Friedrich Prinz zu Hessen-Homburg, geboren den 10. Februar 1787".


Im Jahre 1974 musste das Denkmal wegen Durchrostung von innen abgetragen werden. Die Kopie wurde am 2. Mai 1999 eingeweiht.

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