Stromtrasse elektrisiert Bürgermeister und Besucher
Netzbetreiber 50Hertz lud zum Tag der offenen Baustelle ein
Am Freitag, 26. Juni 2026 gab es einen seltenen Einblick in die Gleichstromtrasse „SüdOstLink“ bei Rippach. Seit mehr als einem Jahr werden in der Nähe von Lützen Kabel verlegt. Sie sollen später den Strom der Windkraftanlagen im Norden nach Süden transportieren. Wie das geschehen soll haben Mitarbeiter des Betreibers anschaulich erklärt. Und es wurden viele Fragen beantwortet.
Rund 15 Milliarden Euro kostet das Projekt, welches für Aufsehen sorgt. Auch weil es hin und wieder Beschwerden gibt über Baulärm oder zerfahrene Wege. Bürgermeister Mirko Kother hat jedoch die Zusage erhalten, dass die Betreiber bzw. Bauunternehmer die Wege nach der Fertigstellung der Trasse durch unsere Region wider instandgesetzt werden. Dazu wurden vorher Fotos gemacht, um den Zustand vor den Baumaßnahmen zu dokumentieren. Allerdings bat man um Geduld bei der Sanierung der Straßen und Wege.
Bürgermeister Kother betonte die enge Zusammenarbeit des Betreibers mit den Kommunen und der Stadt Lützen. Man erhalte schnell Antworten auf Fragen und lobte den engen und schnellen Austausch untereinander.
Ebenso zeigte das Unternehmen auch Verantwortung bei den Grabungen. Immerhin ist es ein geschichtsträchtiges Areal durch das sich die Bagger pflügen. Die Grabungen entlang des Leitungsverlaufs erfolgen in Verantwortung der jeweilige Landesämter für Archäologie der tangierten Bundesländer Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen.
Man sprach sich aus, die gefunden Zeugnisse der fast 7.000 Jahre alten Besiedlung in einer Ausstellung präsentieren zu können.
Mehr als 150 Neugierige nutzten den Tag der offenen Baustelle, um sich ein Bild von den Arbeiten zu machen.