Spatenstich für neue Rettungswache in Großgöhren
Zum ersten Mal baut der Burgenlandkreis eine Rettungswache. Der Spatenstich für diese ist am Freitag, dem 28. August 2026, im Beisein von Landrat Götz Ulrich und Dr. Tamara Zieschang, Ministern für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, in Großgöhren vollzogen worden. Der Neubau soll die derzeitge Rettungswache im wenige Kilometer entfernten Gostau ersetzen. Finanziert wird der rund eine Million Euro teure Bau durch das Sondervermögen des Bundes - abgeschlossen werden soll dieser im August 2027.
Die Rettungswache entsteht auf einem ehemaligen städtischen und mittlerweile vom Burgenlandkreis erworbenen Grundstück neben der Turnhalle der Grundschule Rippach in Großgöhren und soll 260 Quadratmeter (Gebäudefläche) groß sein. Das einstöckige Gebäude umfasst Ruhe- und Aufenthaltunsräume mit Teeküche sowie Umkleideräume, Sanitäranlagen und Lagerräume. Zudem wird die Rettungswache über eine Garage und einen Außenstellplatz für einen Rettungswagen verfügen. Für das Personal sind ebenfalls Parkplätze vorgesehen.
Die Rettungswache ist rund um die Uhr mit mindestens einem Notfallsanitäter und einem Rettungssanitäter des Maltester Hilfsdienstes besetzt. Darüber hinaus bildet die Rettungswache einen Basispunkt für die Koordination von Notfalleinsätzen und ermöglicht eine schnelle Unterstützung für die Bevölkerung in der Umgebung. Das Einsatzgebiet umfasst hauptsächlich den Bereich Lützen, aber auch Teile von Weißenfels und Hohenmölsen. Auf Anforderung werden auch andere Bereiche des Burgenlandkreises sowie Nachbarlandkreise abgedeckt.
Landrat Götz Ulrich: „Rettungswachen sind wichtige Einrichtung, die dazu beitragen, schnelle und effektive notfallmedizinische Hilfe in der Region zu gewährleisten. Dafür braucht es ordentliche Bedingungen, die es in dieser Form in Gostau bislang nicht gegeben hat. Die Unterbringung dort war ursprünglich auch nur provisorisch vorgesehen. Ich bin glücklich, dass dieser Zustand bald ein Ende haben wird und wir dem Rettungsdienstpersonal des Maltester Hilfsdienstes mit dem Neubau in Großgöhren zeitgemäße Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen bieten können. Dank des Sondervermögens konnten wir nun zeitnah den Bau realisieren. Dafür danke ich dem Kreistag für die Bewilligung der Mittel für dieses für den Schutz der Bevölkerung wichtige Vorhaben. Mein Dank geht auch an die Stadt Lützen, von der wir das Grundstück erworben haben. Auch hoffe ich auf ein gutes Zusammenleben mit allen Einwohnern von Großgöhren.“
Hintergrund:
Im März 2025 haben der Bundesrat und Bundestag ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. In der Folge suchte das Land Sachsen-Anhalt sehr schnell mit den kommunalen Spitzenverbänden, dem Landkreistag Sachsen-Anhalt und dem Städte- und Gemeindebund des Landes das Gespräch über eine einfache Verteilung der 2,61 Milliarden, die Sachsen-Anhalt aus dem Sondervermögen zustehen. Davon erhält der Burgenlandkreis pauschal 54,88 Millionen Euro, über die er frei entscheiden und verfügen kann – ohne, dass langwierige Förderanträge beantragt werden müssen. Eine Liste mit Maßnahmen, die mit dem Sondervermögen umgesetzt werden sollen, wurde Ende 2025 vom Kreistag mehrheitlich beschlossen.
Quelle: Pressestelle Burgenlandkreis