Ortschaft Zorbau

zorbau

Die Gemeinde Zorbau wurde per Gesetz am 01.01.2011 in die Stadt Lützen eingemeindet und verlor dadurch seine politische Selbstständigkeit.

Zur Ortschaft  Zorbau gehören die Ortsteile Gerstewitz, Nellschütz, Zorbau und Zörbitz.

Der Ort Zorbau wurde 1088 erstmals urkundlich erwähnt, ist aber nachweislich wesentlich älter. So deuten die Ortsnamen aller vier Ortsteile auf einen slawischen Ursprung hin. Siedlungsspuren in der näheren Umgebung führen bis in die Jungsteinzeit zurück.

Im Mittelalter gehörte Zorbau zum Kloster des Stifts Naumburg, ehe es später dem Amt Weißenfels zugeordnet wurde.  Im Jahre 1160 zählte Zorbau jedoch noch nachweislich als Besitz des Georgenklosters zu Naumburg. Aus dieser Zeit stammen die alte Wehrkirchen in Zorbau und Nellschütz. Als Stifterin der Zorbauer Kirche gilt Uda, die Schwester des Pfalzgrafen Friedrich II., welche 1088 auf ihrem Gut in Zorbau starb.

Über Jahrhunderte war das Leben in allen vier Ortsteilen durch die Landwirtschaft geprägt. Mit der zunehmenden Industriealisierung (um 1850) gingen immer mehr Einwohner einer Arbeit in den umliegenden Braunkohle- und Chemiestandorten nach. Nach der sogenannten Wende nutzte die Gemeinde Zorbau ihre gute Anbindung an das Verkehrswegesystem um eine Reihe von Voraussetzungen für die Erschließung eines Gewerbegebietes zu schaffen. Die erste Firma, die eine Niederlassung in Zorbau  errichtete, war eine Spedition aus Ulm. Heute umfasst  das Gewerbegebiet einen Mix von Handwerksbetrieben, Serviceunternehmen, Bauunternehmen, produzierendem Gewerbe usw. und gehört damit zu den bedeutensten wirtschaftlichen Zentren des Burgenlandkreises.

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